Zwangsversteigerung: gewerbliche Liegenschaft in 8010 Graz Koßgasse 12

Schätzwert: 2,010,000.00 €
Vadium: 201,000.00 €
Geringstes Gebot: 2,010,000.00 €

Beschreibung:
Die Grundstücke mit den Grundstücksnummern 1854/5 und 1854/6 erstrecken sich L-förmig südöstlich der Koßgasse und sind vom St. Peter Stadtfriedhof, einem Einkaufsmarkt und einer Wohnsiedlung umgrenzt. Die Grundstücke sind eben, das Grundstück 1854/5 ist mit einem Hallengebäude (Nutzung derzeit als Badmintonhalle) und einem zweigeschoßigen Infrastrukturgebäude samt Café bebaut. Die Freiflächen sind größtenteils asphaltiert und werden als Parkplatz (straßenseitig) und Lagerfläche (friedhofseitig) benutzt.
Das sich auf der bewertungsgegenständlichen Liegenschaft befindliche Infrastrukturgebäude und die Halle wurden mittels Bescheid vom 6.8.1970 als Tennishalle errichtet, mittels Bescheid vom 21.06.1972 wurde die Nutzung als „Lagerhalle mit Ausstellungsraum für diverse Baustoffe und Verwaltungsgebäude“ abgeändert.
Eine bauliche Bewilligung für die Nutzung als Badmintonhalle konnte nicht ausgehoben werden. Der Mietvertrag mit Hr. Kohlbacher beinhaltet die Feststellung, dass die Halle an sich lediglich eine Lagerhalle sei und die Vermieter keine darüber hinausgehende Gewähr leisten.
Gemäß Aussage durch den Mieter und Betreiber, Herrn Adolf Kohlbacher, liegt eine entsprechende Betriebsstättenbewilligung vor, diese wurde im Zuge der Befundaufnahme jedoch nicht vorgelegt.
Das Infrastrukturgebäude wurde als zweigeschoßiges, nicht unterkellertes Gebäude in Massivbauweise errichtet.
Im Erdgeschoß befindet sich ein Café, Umkleiden , Technik- und Lagerräumlichkeiten. Im Obergeschoß sind ebenfalls Umkleiden, Büro- und Lagerräumlichkeiten situiert. Die Böden sind größtenteils mit Fliesen belegt, die Erschließungsstiege EG – OG ist als Terrazzostiege ausgeführt. Die Fenster wurden als Kunststofffenster mit Isolierglas errichtet, an der Nordostfassade befindet sich ferner auch eine Profilitverglasung. In den Sanitärräumen sind die Wände mit keramischen Fliesen belegt, ansonsten sind sie gemalen. Die Innentüren sind an Holzstöcken angeschlagene Holzplattentüren.
Die Beheizung des Gebäudes erfolgt mittels Fernwärme, die Fernwärmeübergabestation ist gemäß Auskunft durch die verpflichtete Partei Ende 2017 teilsaniert worden.
Das Dach besteht aus einem Satteldach mit einer Eindeckung aus Welleternit.
Das Inventar (Café, Umkleiden etc.) befindet sich gemäß Angaben bei der Befundaufnahme im Eigentum des Mieters.
Das Hallengebäude wurde als eingeschoßiges, nicht unterkellertes Gebäude in Massiv-Elementbauweise errichtet. Die Dachkonstruktion wird von Holzleimbindern getragen. Die Wände bestehen aus Gasbetonelementen, die in die tragenden Stahlbetonstützen eingehängt sind, an den beiden Längsseiten befindet sich eine Profilitverglasung zur Hallenbeleuchtung, diese ist jedoch innenseitig verhängt und augenscheinlich nicht mehr komplett dicht (Einwuchs von Pflanzen, ferner Feuchtigkeitsspuren, in wie weit diese von eindringendem Wasser oder von Kondensat herrühren konnte im Zuge der Befundaufnahme jedoch nicht geklärt werden.). Die Wände sind innenseitig gemalen, teilweise sind im Sockelbereich Feuchtigkeitsschäden sichtbar. Der Boden ist mit einem Sportplatzbodenbelag belegt, dieser ist lt. Auskunft des Mieters in dessen Eigentum, ebenso das Inventar (Netze etc.). Die Beheizung des Hallengebäudes erfolgt mittels Fernwärme über Deckenstrahlerplatten. Im Hallengebäude sind 10 Badmintonplätze situiert.
Südlich ist der Halle ein Flugdach angebaut, welches jedoch seine Lebensdauer erreicht hat.

Kurzgutachten:

Kurzgutachten - Gewerbl. genutzte Liegenschaft
Gericht: BG Graz-Ost
Aktenzeichen: 631 244 E 99/19v
wegen: Zwangsversteigerung eines Liegenschaftsanteils

Grundbuch: 63102 St. Leonhard
EZ: 1283, 1303
Grundstücksnr.:1854/5, 1854/6
BLNr:6, 17, 18, 19
Adresse:Koßgasse 12
PLZ/Ort: 8010 Graz

Kategorie(n): gewerbliche Liegenschaft
Beschreibung (WE):Die Grundstücke mit den Grundstücksnummern 1854/5 und 1854/6 erstrecken sich L-förmig südöstlich der Koßgasse und sind vom St. Peter Stadtfriedhof, einem Einkaufsmarkt und einer Wohnsiedlung umgrenzt. Die Grundstücke sind eben, das Grundstück 1854/5 ist mit einem Hallengebäude (Nutzung derzeit als Badmintonhalle) und einem zweigeschoßigen Infrastrukturgebäude samt Café bebaut. Die Freiflächen sind größtenteils asphaltiert und werden als Parkplatz (straßenseitig) und Lagerfläche (friedhofseitig) benutzt.
Das sich auf der bewertungsgegenständlichen Liegenschaft befindliche Infrastrukturgebäude und die Halle wurden mittels Bescheid vom 6.8.1970 als Tennishalle errichtet, mittels Bescheid vom 21.06.1972 wurde die Nutzung als „Lagerhalle mit Ausstellungsraum für diverse Baustoffe und Verwaltungsgebäude“ abgeändert.
Eine bauliche Bewilligung für die Nutzung als Badmintonhalle konnte nicht ausgehoben werden. Der Mietvertrag mit Hr. Kohlbacher beinhaltet die Feststellung, dass die Halle an sich lediglich eine Lagerhalle sei und die Vermieter keine darüber hinausgehende Gewähr leisten.
Gemäß Aussage durch den Mieter und Betreiber, Herrn Adolf Kohlbacher, liegt eine entsprechende Betriebsstättenbewilligung vor, diese wurde im Zuge der Befundaufnahme jedoch nicht vorgelegt.
Das Infrastrukturgebäude wurde als zweigeschoßiges, nicht unterkellertes Gebäude in Massivbauweise errichtet.
Im Erdgeschoß befindet sich ein Café, Umkleiden , Technik- und Lagerräumlichkeiten. Im Obergeschoß sind ebenfalls Umkleiden, Büro- und Lagerräumlichkeiten situiert. Die Böden sind größtenteils mit Fliesen belegt, die Erschließungsstiege EG – OG ist als Terrazzostiege ausgeführt. Die Fenster wurden als Kunststofffenster mit Isolierglas errichtet, an der Nordostfassade befindet sich ferner auch eine Profilitverglasung. In den Sanitärräumen sind die Wände mit keramischen Fliesen belegt, ansonsten sind sie gemalen. Die Innentüren sind an Holzstöcken angeschlagene Holzplattentüren.
Die Beheizung des Gebäudes erfolgt mittels Fernwärme, die Fernwärmeübergabestation ist gemäß Auskunft durch die verpflichtete Partei Ende 2017 teilsaniert worden.
Das Dach besteht aus einem Satteldach mit einer Eindeckung aus Welleternit.
Das Inventar (Café, Umkleiden etc.) befindet sich gemäß Angaben bei der Befundaufnahme im Eigentum des Mieters.
Das Hallengebäude wurde als eingeschoßiges, nicht unterkellertes Gebäude in Massiv-Elementbauweise errichtet. Die Dachkonstruktion wird von Holzleimbindern getragen. Die Wände bestehen aus Gasbetonelementen, die in die tragenden Stahlbetonstützen eingehängt sind, an den beiden Längsseiten befindet sich eine Profilitverglasung zur Hallenbeleuchtung, diese ist jedoch innenseitig verhängt und augenscheinlich nicht mehr komplett dicht (Einwuchs von Pflanzen, ferner Feuchtigkeitsspuren, in wie weit diese von eindringendem Wasser oder von Kondensat herrühren konnte im Zuge der Befundaufnahme jedoch nicht geklärt werden.). Die Wände sind innenseitig gemalen, teilweise sind im Sockelbereich Feuchtigkeitsschäden sichtbar. Der Boden ist mit einem Sportplatzbodenbelag belegt, dieser ist lt. Auskunft des Mieters in dessen Eigentum, ebenso das Inventar (Netze etc.). Die Beheizung des Hallengebäudes erfolgt mittels Fernwärme über Deckenstrahlerplatten. Im Hallengebäude sind 10 Badmintonplätze situiert.
Südlich ist der Halle ein Flugdach angebaut, welches jedoch seine Lebensdauer erreicht hat.
Grundstücksgröße:3.359 m²
Objektgröße:1.558,00 m²
Anschlüsse:Die Liegenschaften der EZ 1283 und 1303 sind entsprechend ihrer örtlichen Gegebenheiten gut aufgeschlossen.
Die Beseitigung der Fäkal- und Schmutzwässer erfolgt über Einleitung in den öffentlichen Schmutzwasserkanal.
Die Trinkwasserversorgung erfolgt über Anschluss an das öffentliche Wasserleitungsnetz.
Die Stromversorgung erfolgt durch das zuständige EVU.
Die Müllabfuhr erfolgt durch gemeindeeigene Dienste.
Die Beheizung erfolgt mittels Fernwärme
Die Erschließung erfolgt über die Koßgasse (Landesstraße).

Baubewilligung:6.8.1970, 21.6.1972
Widmung:allgemeines Wohngebiet WA 0,6 - 1,4
Bestandsverhältnisse:Mietvertrag mit Hr. Adolf Kohlbacher

Stichtag:17.12.2019
Schätzwert:
1.800.000,00 EUR
Beschreibung des mitzuversteigernden Zubehörs:Inventar im Eigentum des Mieters, daher kein relevantes Zubehör
Wert des mitzuversteigernden Zubehörs:
kein Zubehör
Lasten:Auf die im Grundbuch eingetragenen Geldlasten sowie das Vorkaufsrecht auf B-LNr. 6 wird hingewiesen, diese sind bei der Wertermittlung nicht berücksichtigt. Auf die angemerkte Einleitung des Versteigerungsverfahrens wird ebenfalls hingewiesen.
Ferner wird auf das Fruchtgenussrecht auf B-LNr. 6 hingewiesen, dieses wird bei der Bewertung berücksichtigt.
An außerbücherlichen Lasten besteht ein Mietvertrag mit Hr. Adolf Kohlbacher (siehe Anhang). Weiters wurde durch die betreibende Partei bekannt gegeben, dass der 1/12 Anteil des Michael Premm von ihr im Sommer 2018 erworben worden sei, eine grundbücherliche Durchführung dieses Verkaufes aber noch nicht durchgeführt worden sei. Durch die verpflichtete Partei wurde bekannt gegeben, dass ihr dieser Umstand bekannt sei und diesbezüglich ein Rechtsverfahren hinsichtlich des zu ihren Gunsten verbücherten Vorkaufsrechts anhängig sei. Die Umstände, wie es nach diesem Verkaufsvorgang noch zur Veräußerung des Fruchtgenussrechtes hinsichtlich des 1/12 Anteils an die Kernmühle P.B. GmbH gekommen ist sind weder der betreibenden noch der verpflichteten Partei bekannt. Es sei auch keiner der beiden Parteien bekannt, dass die Begünstigte des Fruchtgenussrechts anteilige Mietzahlungen erhält (gemäß Auskunft durch den Mieter und die Parteien wird seitens des Mieters der betreibenden Partei und der verpflichteten Partei jeweils die halbe Miete überwiesen). Betreffend diese Umstände wird seitens des SV auf die zu klärenden Rechtsfragen verwiesen.
Darüber hinaus bestehen gemäß Auskunft durch die betreibende und die verpflichtete Partei keine außerbücherlichen Rechte und Lasten.

Sonstige Hinweise:Hinsichtlich der rechtlichen Konstellation des Fruchtgenussrechts (teilweise eigentümergleiche Rechte, gem. Auskunft durch die Parteien Zustandekommen nach Unterfertigung eines Verkaufsvertrages der betreffenden Anteile) wird auf die zu klärenden Rechtsfragen verwiesen.
erstellt von:DI Walter Schemitsch
8051 Graz, Wienerstraße 180

Langgutachten: Gutachten_BG Graz-Ost_GZ244E99_19v.pdf , Pläne.pdf , Lageplan.pdf

Gericht: Bezirksgericht Graz-Ost
Aktenzeichen: 631 244 E 99/19v
Versteigerungstermin: am 23.03.2021 um 12:00 Uhr
Versteigerungsort: Bezirksgericht Graz-Ost, Radetzkystraße 27, 8010 Graz, Erdgeschoß, Saal C/Erdgeschoß

Kategorie(n): Grundstücke

PLZ/Ort: 8010 Graz

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