Zwangsversteigerung: Einfamilienhaus in 3031 Rekawinkel Rek. Hauptstraße 41

Schätzwert: 359,000.00 €
Vadium: 35,900.00 €
Geringstes Gebot: 179,500.00 €

Beschreibung:
Auf dem Grundstück in der Rekawinkler Hauptstraße 41 ist ein Wohngebäude bestehend aus Erdgeschoss, Kellergeschoss und Dachgeschoss errichtet. An das Wohngebäude ist eine Garage angebaut. Das Erdgeschoss ist durch einen Zugangsweg von der Rekawinkler Hauptstraße erschlossen. Bedingt durch die Hanglage befindet sich der Ausgang in den südlich an das Gebäude angrenzenden Gartenbereich im Kellergeschoss. Das Dachgeschoss wurde zu Wohnzwecken ausgebaut. Dieser Dachgeschossausbau hat keine baubehördliche Genehmigung. Weiters sind mehrere Schuppen, Carport-ähnliche Nebengebäude, die sich alle in einem sehr schlechten baulichen Zustand befinden, auf dem Grundstück vorhanden. Diese Nebengebäude weisen keine Bau- und Benützungsbewilligung auf.BAULICHER ZUSTAND UND BAUTECHNISCHE MÄNGELZum Befundaufnahmezeitpunkt befand sich das Gebäude in einem äußerst schlechten und überaus stark vernachlässigten und ungepflegten Zustand. Die gesamte Innenausstattung des Wohngebäudes im Bereich von Kellergeschoss und Erdgeschoss stammt augenscheinlich größtenteils aus der Zeit der Gebäudeerrichtung, ist reparaturbedürftig oder ist größtenteils zu erneuern.Die verwendeten Materialien sind in vielen Bereichen offenbar nicht fachgerecht verbaut. Das Wohnhaus macht einen stark heruntergekommenen Eindruck. Die Baumaterialien und die haustechnischen Anlagen sind veraltet und in dieser Form nicht adaptierbar oder renovierbar.Ebenso ist die gesamte Haustechnik (Elektroleitungen und –anlagen, Wasserver- und Entsorgungsleitungen und Anlagen sowie Heizung und Warmwasserbereitung) offenbar veraltet und teilweise nicht funktionstüchig. Durch die Ablagerung von alten Baumaterialien, Sperrmüll, Hausmüll, Unrat und den bei der Befundaufnahme wahrnehmbaren Gestank durch die offenbar über Jahrzehnte unterbliebene Müllentsorgung in Verbindung mit zeitweiser Tierhaltung ist eine Räumung und Renovierung des Gebäudes voraussichtlich nur unter höchst erschwerten Bedingungen möglich.BAURECHTLICHE UND UMWELTRECHTLICHE MÄNGELDurch das Bauamt der Stadtgemeinde Pressbaum wurden in den vergangenen Jahren mehrmals Überprüfungsverhandlungen hinsichtlich des baubehördlichen, sanitätspolizeilichen und feuerpolizeilichen Zustands zwecks Feststellung der Bewohnbarkeit durchgeführt – unter anderem am 17.8.2018 sowie am 9.10.2020 und am 20.4.2021. Begehungen sind auch seitens der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten/Abteilung Umweltrecht erfolgt.Das Wohnhaus ist durch Lagerung von diversen Sperr- und Hausmüll, Unrat und Altrohstoffen sowie alten Baumaterialien in einen hygienisch äußerst bedenklichen Zustand und wurden die Bewohner per Bescheid vom 28.8.2018 aufgefordert, das Wohnhaus einer Generalreinigung zu unterziehen und den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, sodass aus hygienischer und funktioneller Sicht eine Bewohnung stattfinden kann. Bei der Befundaufnahme am 7.5.2021 ist offensichtlich, dass die Räume im Keller- und Erdgeschoss durch große Mengen an Müll und Unrat angeräumt und teilweise schwer oder nicht zugänglich waren. Die Räume in diesen Geschossen werden augenscheinlich nicht zu Wohnzwecken genutzt sondern als Mülldeponie verwendet. Die Wohneinheit im nicht bewilligten Dachgeschossausbau ist ebenfalls zu großen Teilen stark vermüllt und ungereinigt und in einem hygienisch bedenklichen Zustand.Der Stiegenaufgang ist nicht baugenehmigt und im aktuellen Zustand laut Angaben des für die Gemeinde tätigen Bausachverständigen nicht genehmigungsfähig, da er nicht den bautechnischen Vorschriften der OIB 4 Richtlinien bezüglich Absturzsicherungen entspricht. Weiters ist auch die erforderliche Durchgangsbreite nicht gegeben.Die Elektroinstallationen sind mangelhaft, und es fehlt laut Angaben des für die Gemeinde tätigen Bausachverständigen ein Elektroattest für die gesamte Anlage, da die letzte vorliegende Bestätigung im Jahr 1984 ausgestellt wurde, und der Dachgeschossausbau nach diesem Zeitpunkt erfolgte. Somit ist eine neuerliche Befundung für das gesamte Wohnhaus erforderlich.Die Hausbrunnenanlage, die der Trinkwasserversorgung dient, ist gemäß baubehördlichen Auftrag baulich zu sanieren, um den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung zu entsprechen, und ist ein positiver Trinkwasserbefund eines befugten Unternehmens über die Brunnenanlage vorzulegen. Weiters sind wiederkehrende Untersuchungen des Trinkwassers erforderlich und der Behörde vorzulegen. Aufgrund mangelhafter Abdeckplatten des Brunnens besteht laut Bausachverständigen die Gefahr des Eintrittes von Tagwässern die zur Wasserverunreinigung führen können. Der bestehende Gartenzaun und Gartentore sind laut baubehördlicher Anordnung (Bescheid vom 28.8.2018) so zu sanieren, dass keine Verletzungsgefahr gegeben ist. Dies ist offenbar laut Angaben des Bausachverständigen per April 2021 immer noch nicht erfolgt.Bezüglich der illegalen Müll- und Gefahrengutlagerungen im Außenbereich der Liegenschaft, wurde anlässlich der Begehung der Liegenschaft durch die Baubehörde am 20.4.2021 festgestellt, dass nach wie vor Motorblöcke, Baustoffrestmassen und dgl. auf dem Grundstück lagern.Für die auf der Liegenschaft vorhandenen sonstigen Bauwerke (Nebengebäude wie Lagerschuppen Flugdach, Carport) besteht laut Bescheid vom 28.8.2018 der Auftrag, für diese Baugenehmigungen einzureichen und diese bautechnisch zu sanieren, um ihre Standsicherheit herzustellen, oder diese abzubrechen. Per Bewertungsstichtag ist augenscheinlich keine Verbesserung der Standfestigkeit festzustellen und sind auch keine Rückbaumaßnahmen erkennbar gewesen. (Siehe dazu die Fotodokumentation im Anhang des Gutachtens sowie siehe weiters die Angaben des Bausachverständigen anlässlich der Begehung am 20.4.2021).

Gericht:
Aktenzeichen: 019 5 E 5/21s
Versteigerungstermin: am 20.12.2021 um 08:00 Uhr
Versteigerungsort: Bezirksgericht Purkersdorf, 1. Stock, VS

Kategorie(n): Häuser

PLZ/Ort: 3031 Rekawinkel

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